Krankheitsbedingte Kündigung Pflegedienst

Betrieb wirtschaftlich defizitär, Restrukturierung mit betriebsbedingten Kündigungen angekündigt.25.000 EUR (Abfindung + Turboklausel)

Krankheitsbedingte Kündigung

Pflegedienst, 10 Jahre

Sehr hohe krankheitsbedingte Fehlzeiten, BEM-Durchführung zwischen den Parteien streitig.

7.000 EUR (Abfindung trotz unsicherer Erfolgsaussichten)

Einleitung

Arbeitsrechtliche Konflikte und drohende Kündigungen stellen Arbeitnehmer oft vor große Herausforderungen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es entscheidend, frühzeitig rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um eigene Ansprüche optimal abzusichern und finanzielle Nachteile zu vermeiden.

Hintergrund des Falls

Die Mandantin war seit zehn Jahren bei einem Pflegedienstunternehmen beschäftigt. In den letzten drei Jahren häuften sich sehr hohe krankheitsbedingte Fehlzeiten von zeitweise über 150 Fehltagen, weshalb sie sich zuletzt länger im Krankengeldbezug befand. Die Arbeitgeberin sprach daraufhin eine krankheitsbedingte Kündigung aus und stützte sich dabei auf eine negative Gesundheitsprognose.

Zentrale Herausforderungen & Kernprobleme

Ob ein ordnungsgemäßes betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchgeführt worden war, blieb zwischen den Parteien streitig. Angesichts der erheblichen Fehlzeiten und der ungeklärten BEM-Frage war der Ausgang eines Kündigungsschutzverfahrens völlig offen. Ein verlorener Prozess hätte für die Mandantin den vollständigen Verlust des Arbeitsplatzes ohne jede Kompensation bedeutet.

Abstimmung mit der Rechtsberatung

Durch die enge und gezielte Kommunikation mit dem Rechtsbeistand konnten die rechtlichen Optionen präzise analysiert werden. Der Anwalt prüfte die Erfolgsaussichten eines Kündigungsschutzprozesses sowie das Risiko eines Totalverlusts, um bei den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber das bestmögliche Ergebnis für die Mandantin herauszuholen.

Rechtliche Strategie & Lösung

Es wurde erfolgreich eine verhandelte Einigung erzielt, die das Prozessrisiko für die Mandantin aufhob. Trotz der unsicheren Ausgangslage konnte eine Abfindung von 7.000 Euro brutto verhandelt werden. Zudem sicherten der Rechtsbeistand ein gutes Arbeitszeugnis sowie ein geordneter Übergang in das Arbeitslosengeld. Da eine Rechtsschutzversicherung bestand, musste die Mandantin die Kosten der anwaltlichen Vertretung nicht selbst tragen.

Personelle & Finanzielle Entlastung

Der erfolgreiche Verhandlungsabschluss nahm der Mandantin den enormen Druck eines langwierigen Gerichtsverfahrens. Die finanzielle Absicherung durch die Abfindung, die Übernahme der Kosten durch die Rechtsschutzversicherung und der geordnete Übergang sorgten für die nötige Entlastung und Sicherheit.

Der Weg nach vorne

Dank der maßgeschneiderten rechtlichen Regelung konnte die Mandantin das Arbeitsverhältnis mit finanzieller Kompensation abschließen und sich voll auf ihre Genesung sowie ihre berufliche Zukunft konzentrieren. Mit der richtigen rechtlichen Unterstützung und einem klaren Plan lassen sich selbst schwierige Umstrukturierungsphasen erfolgreich meistern.

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